Wirtschaftliche Bewertung des Vorhabens

Auf einer Informationsveranstaltung der Gemeinde im Dezember wurde das Projekt der Wellpappenfabrik als  „Versilberung des Tafelsilbers“ angepriesen. Denn es handelt sich, um das letzte Stück Gewerbegebiet in Hodenhagen!….“das letzte“!

Auf Grund welcher Daten ist der Gemeinderat zu dieser Entscheidung gekommen?

Eine diesbezügliche schriftliche Anfrage wurde an die Gemeinde gestellt.

Der Investor gibt vor, auf 160.000 m² ca. 100 Arbeitsplätze zu schaffen

  • Bedeutet:
    1 Arbeitsplatz auf 1.600 m²
  • Beispiel produzierendes Unternehmen in Bad Fallingbostel:
    1 Arbeitsplatz auf 100 m²
  • Beispiel Vestas:
    1 Arbeitsplatz auf 290 m²

Fiktive Zeichnung

Ökologische Bewertung des Vorhabens

  • 160.000 m² versiegelte Fläche
  • 100-150 LKW/Tag mehr in Hodenhagen
  • optische Umweltverschandlung
  • Licht- und Lärmimmission
  • massiver Eingriff in die heimische Flora und Fauna
  • für die Produktion von Einwegverpackungen!!!!

Risikobewertung

  • Ein einziger Investor auf 160000 m²
  • Das Produkt: Wellpappe
  • Eine einzige riesengroße Halle

Bei Insolvenz 100% Einnahmen- und 100% Arbeitzplatzverlust. Leerstand? Rückbau?

Die Unterteilung in mehrere einzelne Gewerbeflächen ergibt eine wesentlich höhere Sicherheit.

Das Produkt Wellpappe

Ist Wellpappe zukunftssicher?…..sonst ist es der Investor auch nicht!

Die europäischen Gesetzgeber verbieten immer mehr Einwegverpackungen.

Die östereichische Post startet in 2023 die ersten großen Feldversuche mit Mehrwegverpackungen

Immer mehr Unternehmen setzen auf den ökologisch und ökonomischen Vorteil von Papierschaum und Papierspritzguss.

Weg von der Wellpappe!

Eine einzige riesengroße Halle

Kann ein Investor mit so einer großen Halle Pleite gehen?….und was wenn?

2 Beispiele von Firmen in unserer Nähe, von denen man das auch nie gedacht hätte:

Schleckerhalle Schwarmstedt – Mehrere Jahre kein einziger Arbeitsplatz und keinerlei Einnahmen für die Gemeinde

Toschi-Hallen Rethem – Jahrzehnte lang kein einziger Arbeitsplatz und Kosten für die Gemeinde in Millionenhöhe

Fragen an die Gemeinde

Es wird gesagt, das die Gemeinde das Geld für Schule und Kindergarten braucht, damit Kinder in Hodenhagen eine Zukunft haben.

  • Welche Zukunft haben diese Kinder in Hodenhagen, wenn es nach der Schule keine Ausbildungsplätze in Hodenhagen gibt?
  • Welche Ausbildungsplätze gibt es in der Wellpappenfabrik?

Diese Frage wurde schriftlich an die Gemeinde gestellt.

  • Ist eine riesengroße Wellpappenfabrik die einzige Möglichkeit das Gewerbegebiet zu nutzen?
  • Welche Alternativen wurden untersucht?

Diese Frage wurde schriftlich an die Gemeinde gestellt.

  • Wieviel Arbeitsplätze und welche Art von Arbeitsplätzen wird wirklich für Hodenhagener Bürger geschaffen?
  • Wie hoch werden die Einnahmen für die Gemeinde Hodenhagen sein?
  • Wie belastbar sind diesbezügliche Aussagen des Investors und wie wurden diese geprüft?
  • Wieviel Geld, das wir dringend für Kindergarten und Schule brauchen wurde schon ausgegeben, ohne die Eltern und Großeltern der Kinder, für die wir gerne eine Schule und einen Kindergarten bauen wollen, zu fragen, welche Lebensqualität sie sich für die Zukunft Ihrer Kinder, Enkel und Urenkel in Hodenhagen wünschen?
  • Einem Zeitungsartikel in der WZ konnte folgende Aussage des Verwaltungsvertreters der Gemeinde entnommen werden: „Es ist noch alles offen“…. aber: Planungsunterlagen können bei der Gemeinde eingesehen werden. Ein Planungsbüro wurde beauftragt. Gutachten wurden beauftragt und man weiß, dass Wege und Gräben verlegt werden müssen.Was bedeutet „Es ist noch alles offen“?

Wie ist der formelle Sachstand?

Zeitstrahl

  • Es gibt ein Flächennutzungsplan
  • Es gibt „noch“ kein Bebauungsplan
  • Bis zum 20.01. konnten Einwände in der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingereicht werden
  • Bevor der Bebauungsplan beschlossen wird, wird es eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung (laut Gemeinde) geben.

Wer ist das Entscheidungsgremium?

Der Rat der Gemeinde Hodenhagen ist das Gremium, das final über das Vorhaben abstimmt.

Abstimmberechtigt sind

Nur die Ratsfrauen und Ratsherren, NICHT der Gemeindedirektor Niemann und nicht der allg. Vertreter Hr. Galler.

Wie geht es jetzt weiter?

Laut Walsroder Zeitung vom 5. April 2023:

„Nach Angaben der Verwaltung sei im Mai oder Juni damit zu rechnen, dass die Vielzahl von Eingaben im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit abgearbeitet sei. Dann sei es an der Zeit abzuwägen und in öffentlicher Sitzung weitere politische Beschlüsse in die Wege zu leiten“.

Die BI ist präsent. Jederzeit ansprechbar und wird auf Neuigkeiten aus der Gemeindeverwaltung reagieren.

Wir suchen Unterstützung: Internetauftritt, Baurecht, Grafik, …

Die nächsten Termine werden bekannt gegeben.

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