So darf es in Hodenhagen nicht weitergehen
Betr.: Kritik an dem amtierenden Gemeinderat
Über Jahre hat der noch amtierende Gemeinderat einen Teil der Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Die Planung war eine 45 Meter hohe Pappfabrik. Bedenken zum Boden-, Wald-, Klima-, Hochwasser-, Trnk- und Grundwasserschutz wurden ignoriert. Mit Hartnäckigkeit vieler Bürger – für den Rat wäre es Nörgler und Querulanten – gehört dieses Projekt jetzt endlich der Vergangenheit an.
Erneute Gerüchte werden gestreut, dass es einen aktuellen Interessenten gibt, der beabsichtigt, die ganze Fläche zu versiegeln für eine „Megahalle“. Es gibt weder von der Verwaltung noch vom Rat eine Info. Keiner denkt daran, kleinere Betriebe anzusiedeln, um Lehrstellen und Arbeitsplätze zu generieren.
Die Zusammenlegung der Grundschulen war eine gute Idee. Versäumt wurde allerdings die Fläche „Auf dem hohen Lande“ dafür zu reservieren. In Machbarkeitsstudien sollte die Schule auf engstem Raum an der stark befahrenden Heerstraße/Schulstraße gebaut werden, dafür war der Abriss des Kindergartens notwendig. Es regte sich Widerstand aus der Bevölkerung, und das Ergebnis war, dass beide Grundschulen erhalten werden. Die Bürger glaubten, der Abriss des Kindergartens wäre vom Tisch.
Nun war in der WZ zu lesen, der funktionsfähige Kindergarten – letzter Anbau 2012 – soll doch abgerissen werden, und ein Neubau ist weiterhin geplant. Viele Bürger fragen sich, warum muss das sein? Was soll mit der Fläche geschehen? Gerüchte hierzu gibt es viele. Aufklärung von der Verwaltung und dem Gemeinderat gibt es keine.
Die Haushaltslage in Hodenhagen ist angespannt (WZ vom 7. Juli). Der Gemeinderat in Hodenhagen regt an, die Steuerhebesätze für die Grundsteuer A und B vom aktuellen Satz – 357 Prozent – in zwei Schritten auf 750 Prozent anzuheben. Was hat dazu beigetragen? Es wurden Häuser- und Grundstücke gekauft, Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben, ein Fahrradweg angefangen zu bauen und vieles mehr. Die Verschuldung geht weiter! Für den Bauhof sind mehr als sieben Millionen, für den Kindergartenneubau mehr als fünf Millionen Euro angesetzt. Da lobe ich mir die Kreativität der Gemeinden in Ahlden und in Hademsdorf. Dort werden mit kleinem Geld die Kindergärten ertüchtigt. Ein Blick über den Tellerrand wäre für die Ratsmitglieder in Hodenhagen zu begrüßen.
Bürgernähe, Transparenz, Kompromissbereitschaft – vom Rat – Fehlanzeige. So kann und darf es in der Gemeinde Hodenhagen nicht weitergehen. Veränderungsprozesse sind im Rat notwendig, die eintreten für eine solide Finanzpolitik mit klaren Prioritäten und Investitionen mit Augenmaß.
Ilse-Marie Feldmann,
Hodenhagen

